JGA – Die Kindertour

JGA – Die Kindertour

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Bei einem Junggesellenabschied ist die körperliche Verfassung am nächsten Morgen ja immer so eine Sache. Deshalb wollten wir bei der Planung auf Nummer sicher gehen und buchten für unser Canyoning-Abenteuer in der Salzach die sogenannte „Kindertour“.
Wir wussten schließlich nicht genau, wie wir nach dem Vorabend aussehen würden. Oder noch wichtiger: ob wir überhaupt noch halbwegs funktionstüchtig sein würden.
Am Treffpunkt musterte uns der Guide kurz und kam offenbar zu dem Schluss, dass wir doch nicht ganz so kaputt waren wie befürchtet. Nach kurzer Beratung war die Kindertour vom Tisch und wir wurden spontan auf eine anspruchsvollere Route umgebucht.
Und das war genau die richtige Entscheidung.
Was folgte, war eine richtig starke Tour mit allem, was dazugehört: Sprünge, Kletterpassagen, kaltes Wasser und jede Menge Spaß. Natürlich war es stellenweise auch anstrengend, aber genau das machte den Reiz aus.
Während die etwas älteren Semester – nennen wir sie liebevoll die „alten Barasler“ – gelegentlich ihre Kräfte einteilen mussten, konnten die besonders Motivierten zwischendurch sogar noch einige zusätzliche Passagen mit dem Guide mitnehmen. Da wurde geklettert, gesprungen und ausprobiert, während andere lieber von unten zuschauten und kluge Kommentare abgaben.
Am Ende waren sich aber alle einig: Die Kindertour hätten wir uns sparen können.
Es war genau die richtige Mischung aus Action, Herausforderung und gemeinschaftlichem Wahnsinn, die einen Junggesellenabschied unvergesslich macht. Und ganz nebenbei stellte sich heraus, dass wir vom Vorabend offenbar doch deutlich fitter waren als ursprünglich angenommen.
Manchmal lohnt es sich eben, den ursprünglichen Plan über Bord zu werfen. In diesem Fall sogar wortwörtlich mitten im kalten Wasser.