Im Sommer 2020 stand eine echte Herausforderung am Programm: Eine ausgedehnte Wanderung von der „Alten Hexe“ aus – ganze acht Stunden unterwegs, mit drei Gipfelkreuzen als Etappenziele.
Gemeinsam mit meinem Bruder ging’s früh los, voller Motivation und mit der Vorfreude auf einen langen Tag in den Bergen. Doch schon nach den ersten zwei Kilometern kam die erste Überraschung: Die alten Baras-Schuhe hatten wohl endgültig ausgedient und sind einfach auseinandergefallen.
Aufgeben war natürlich keine Option. Also wurde improvisiert – mit Schnürsenkeln, Kreativität und einer guten Portion Humor wurden die Schuhe notdürftig wieder zusammengebastelt. Nicht schön, aber funktional. Und genau so ging’s dann weiter.
Die Strecke selbst hatte es in sich: lange Anstiege, schmale Wege und immer wieder Passagen, die Konzentration gefordert haben. Dafür wurden wir oben jedes Mal belohnt – mit Gipfelkreuzen, grandioser Aussicht und diesem Gefühl, sich jeden einzelnen Meter wirklich verdient zu haben.
Drei Gipfel später waren die Beine schwer, aber der Kopf frei. Die provisorisch reparierten Schuhe haben tatsächlich durchgehalten – wenn auch mit Charakter. Und genau solche Momente machen eine Tour unvergesslich: wenn nicht alles perfekt läuft, aber man es trotzdem durchzieht.
Acht Stunden unterwegs, ein bisschen Abenteuer, ein bisschen Improvisation und am Ende ein richtig starkes Erlebnis, das noch lange hängen bleibt.
