Manche Touren plant man – und dann kommt alles ein bisschen anders. Genau so war’s bei unserer Mountainbike-Tour Richtung Arber.
Mein Bruder und ich haben die Bikes aufs Autodach geschnallt und sind gemütlich nach Deggendorf gestartet. Von dort aus ging’s direkt rein ins Abenteuer: rauf Richtung Arber, immer schön bergauf. Rund 800 Höhenmeter später waren die Beine schon ordentlich am Brennen, aber der Gipfel hat gelockt – also weiter.
Der Plan war eigentlich perfekt: raufkämpfen, Einkehr auf der Hütte, stärken, genießen, fertig. Tja… hätte auch funktioniert – wenn die Hütte nicht gerade umgebaut worden wäre
Also kein Bier, keine Brotzeit – nur ein kurzer Blick, ein kollektives „na super“ und dann die einzig logische Entscheidung: runter.
Und das hatte es dann in sich. Ab durch den Wald, über Stock und Stein, und schließlich rein in den Kiesweg-Modus. Teilweise mit bis zu 60 km/h runtergeballert – komplett im Flow, aber auch mit dem nötigen Respekt vor allem, was da so unter den Reifen herumliegt.
Es war genau diese Mischung aus Anstrengung, Adrenalin und einem Hauch Wahnsinn, die die Tour so gut gemacht hat. Oben noch am Limit gekämpft, unten dann einfach laufen lassen.
Am Ende waren wir komplett platt, leicht paniert mit Staub, aber mit einem fetten Grinsen im Gesicht. Genau solche Tage sind’s, die hängen bleiben.
Und eins ist klar: Das schreit nach Wiederholung – vielleicht dann sogar mit offener Hütte 😉
