Eigentlich war alles perfekt geplant. Zumindest dachten wir das.
Die Idee war simpel: Ich fahre mit dem Rad zum Waginger See, Christina bringt das Auto samt Schlauchboot mit und irgendwo treffen wir uns. Dann sollte das Schlauchboot zum Einsatz kommen, das Rad verladen werden und am Ende wäre alles irgendwie elegant aufgegangen.
Soweit die Theorie.
In der Praxis stellte sich heraus, dass der Waginger See nicht gerade eine Pfütze ist. Also tuckerten wir mit dem Schlauchboot gemütlich über den See und merkten irgendwann, dass wir die Streckenlänge wohl etwas optimistisch eingeschätzt hatten. Die erste Hälfte schafften wir noch auf dem Wasser, für den Rest entschieden wir uns dann doch lieber für die sicherere Variante: Schlauchboot einpacken und sechs Kilometer zu Fuß weiter.
Mittlerweile wurde es langsam dunkel. Das bedeutete natürlich nicht, dass wir schon am Ende unseres kleinen Abenteuers angekommen wären. Schließlich musste ich noch das Auto holen, damit wir wieder zum Rad kommen konnten. Logistisch war das mittlerweile ungefähr auf dem Niveau einer militärischen Großoperation.
Als alles erledigt war, war es bereits finster. Ehrlich gesagt hatten wir zu diesem Zeitpunkt nur noch einen einzigen Wunsch: Irgendwo einkehren, etwas Vernünftiges essen und den Tag gemütlich ausklingen lassen.
Trotzdem war es einer dieser Tage, die man nicht vergisst. Aus einer einfachen Trainingsrunde wurden knapp 80 Kilometer, eine Schlauchboot-Expedition, ein längerer Abendspaziergang und eine kleine organisatorische Herausforderung. Genau die Art von Geschichte also, die unterwegs entsteht, wenn der Plan auf die Realität trifft.
Und wenn wir ehrlich sind: Wäre alles reibungslos verlaufen, gäbe es heute vermutlich keinen Blogbeitrag darüber.
Der (fast) perfekte Ausflug
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